Jeder KI-Textgenerator — ChatGPT, Claude, Gemini, ganz gleich — schreibt Texte, die nach KI klingen. Nicht, weil die Modelle schlecht wären, sondern weil sie nicht wissen, wer Sie sind. Sobald sie es wissen, ändert sich alles. Das Dokument, das ihnen das sagt, heißt Markenstimme. Hier, wie es in fünf Schritten entsteht — eine Stunde Arbeit, einmal.

Warum ein Textgenerator beliebig schreibt

Ein Modell hat Millionen Texte gelesen und schreibt den Durchschnitt davon. Für „Mediation“ ist das ein Text, der alles enthält, was in hundert anderen steht: Definition, Vorteile, Ablauf, Fazit. Korrekt, vollständig, tot. Menschen erkennen das in drei Sätzen — nicht am Inhalt, sondern am Fehlen von allem, was eine Person ausmacht: Haltung, Wiederholung, Eigenheit.

Die Markenstimme gibt dem Modell diese Person.

Schritt 1: Die Anrede und die Grundhaltung (5 Minuten)

Sie oder Du — für beratende Berufe fast immer Sie. Dazu drei Adjektive, wie Ihre Texte wirken sollen, und drei, wie sie nie wirken dürfen. Beispiel: ruhig, klar, zugewandt — nie: forsch, verkäuferisch, belehrend.

Schritt 2: Ihre Begriffe (10 Minuten)

Wie nennen Sie die Menschen, die zu Ihnen kommen? Klienten, Medianden, Mandanten, Kunden? Wie nennen Sie Ihre Leistung? Welche Fachbegriffe benutzen Sie, welche vermeiden Sie bewusst? Eine Liste von zehn bis zwanzig Begriffen mit „immer so“ und „nie so“. Das ist der Teil, der am meisten bewirkt — weil das Modell ohne ihn bei jedem Text neu würfelt.

Schritt 3: Die Tabus (10 Minuten)

Wendungen, die Sie nicht ertragen. Bei den meisten Beratern: „In der heutigen schnelllebigen Zeit“, „Am Ende des Tages“, „ganzheitlich“, „Lassen Sie uns eintauchen“, „Es ist wichtig zu beachten“, Ausrufezeichen, Emojis. Schreiben Sie auf, was Sie ärgert. Das Modell hält sich daran — zuverlässiger als mancher Texter.

Schritt 4: Ihre Positionen (15 Minuten)

Fünf Sätze, die Sie in jedem Erstgespräch sagen. Positionen, die nicht alle Kollegen teilen. „Ich nehme keine Mediation an, bei der eine Seite geschickt wurde.“ „Ein Erbstreit ist nie ein Streit ums Geld.“ Das ist der Kern: Ein Text, der eine Position vertritt, klingt nach einem Menschen. Ein Text ohne Position klingt nach Modell — und Google wertet ihn seit 2026 entsprechend.

Schritt 5: Zwei Beispieltexte (20 Minuten)

Zwei Texte, die Sie selbst geschrieben haben und die nach Ihnen klingen: eine Mail an einen Klienten, ein Beitrag, eine Rede. Nicht die besten, sondern die typischsten. Das Modell liest daran Rhythmus, Satzlänge, Ton — Dinge, die sich nicht in Regeln fassen lassen.

Das fertige Dokument

Eine Seite, vielleicht zwei. Es steht am Anfang jedes Prompts — oder, in einem System wie Content Butler, einmal hinterlegt und automatisch bei jedem Text dabei. Der Unterschied ist sofort hörbar: Aus „Mediation ist ein strukturiertes Verfahren“ wird „Sie und Ihre Schwester reden seit Monaten nicht mehr über das Haus“.

Was die Markenstimme nicht kann

Sie macht Texte nicht richtig. Fristen, Paragrafen, Zahlen prüft sie nicht. Das bleibt die Freigabe — Sie lesen, bevor es erscheint. Und sie erzeugt keine Themen: Die kommen aus Ihren Gesprächen, siehe Welche Themen tragen.

Ehrlich gesagt

Die Stunde für die Markenstimme ist die bestangelegte Stunde in der ganzen Arbeit mit KI-Texten. Wer sie überspringt, bekommt für immer Durchschnitt. Wer sie macht, bekommt einen Textgenerator, der klingt wie er selbst — und muss danach nur noch lesen. Bei Content Butler ist diese Stunde das Einrichtungsgespräch, das im PRO-Tarif enthalten ist. Was danach in einem Text noch fehlt: ChatGPT-Texte für Ihre Website. Preise

Lassen Sie uns reden

Ähnliche Beiträge